Dienstag, 18. Oktober 2016

Herbst ohne Rilke?

Undenkbar.........



Herbsttag 


Herr, es ist Zeit.
Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin,
und jage die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.



Kommentare:

  1. Liebe Elisabetta,
    der letzte Absatz des Rilkegedichtes das ist schon immer mein Liebling gewesen, denn im Herbst und Winter macht man diese Dinge wohl nicht mehr. Aber im Frühjahr da geht es dann wieder los.
    Auch die Natur braucht diese Ruhe.

    Ich wünsche dir einen wunderbaren Tag.

    Lieben Gruß Eva

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, liebe Eva, Rilke hat uns etwas zum Nachdenken hinterlassen und ich mag sein Gedicht auch sehr. Wie jedes Jahr.....
      Dir einen schönen Tag und herzliche Grüße
      E.

      Löschen
  2. Ein toller Verbund von Worten und Fotos. Gefällt mir sehr gut.

    Wünsche dir einen superschönen Herbstdienstag und sende liebe Grüsse

    N☼va

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Nova, Dein Tag ist sicher mit Spaß durchsetzt, denn Du hast uns ja auf's Glatteis, nein in die Rätselecke geführt.....*gg*

      Liebe Grüße
      E.

      Löschen
  3. ...und obwohl ich es mag, macht mich wie in jedem jahr, dieses gedicht traurig.
    liebe grüße in deinen tag.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Fata, der heutige Tag ist bei uns genau richtig für dieses Gedicht. Grau-in-Grau, Nieselregen und halbwegs kühl. Ja, Rilke's Tendenz zur Melancholie ist deutlich und ich mag diese Stimmung gerne.
      Danke für Deinen Besuch und alles Gute für Dich.
      Lieben Gruß
      E.

      Löschen
  4. Trotz der bunten Farbigkeit des Herbstes liegt in den Worten die Schwermut der Einsamkeit.
    Einen bunten Herbsttag,
    Luis

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Lieber Luis, bunt kann's heute nur im Herzen sein ;-)
      Grau, Nieselregen, Kalt --> muss ich mit Musik, Kerzenlicht und heißem Tee bekämpfen!
      Dir einen schönen, gemütlichen Tag
      E.

      Löschen
  5. Eine schöne Collage mit bunten Blättern und Früchten, so, wie wir es vom Herbst her kennen, liebe Elisabetta. :-)
    Sind bei euch die Bäume schon so weit verfärbt?

    Heute hat sich die Sonne nur mal kurz sehen lassen. Am frühen Morgen hatten wir dichten Nebel und vorhin nieselte es mal kurz, ist eben Herbst. So ist es in dieser Zeit.

    Ich finde, das Rilke-Gedicht passt sehr gut zu deinen Bildern, denn es beschreibt die Jahreszeit wirklich treffend. :-)
    Einen heißen Tee werde ich mir jetzt auch noch machen und zwar einen Grüntee, gebrannte Mandel....hmmmm, Vorfreude auf die Weihnachtszeit. :-)

    Liebe Grüße
    Christa

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, liebe Christa, heute hatten wir Miesel-Schmuddel-Wetter, den ganzen lieben Tag lang.
      Aber mit einer Schale Tee und einem gemütlichen Drumherum lässt sich das leicht aushalten.

      Ja, die Bäume sind bei uns schon färbig, in den letzten Tagen ist es rasant gegangen.
      Ich habe heute bei Frau Sonnenhut gestaunt, wie "grün" es in der Pfalz noch ist.
      Weihnachtszeit.......Christa.... nicht doch..... ;-))

      Liebe Abendgrüße
      E.

      Löschen
  6. **!
    hallo, mägdelein.......

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo ;-)
      Ein bisschen Rilke, denn es ist was es ist, sagt die.......!?!

      Löschen
  7. dieses Gedicht mochte ich als Kind schon sehr..
    und deine Bilder passen sehr gut dazu
    vielen Dank für deinen Besuch
    und liebe Grüße
    Rosi

    AntwortenLöschen